Wühlmäuse vertreiben

Mit Tönen Wühlmäuse vertreiben ist nur sehr selten von Erfolg gekrönt. Um diese Tiere wirklich dauerhaft loszuwerden, kann auf intensivere Maßnahmen zurückgegriffen werden. Da die Wühlmaus nicht unter Naturschutz steht, sind auch keine Strafen für die Bekämpfung der Wühlmaus zu erwarten.

Verwühlprobe

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Ist eine Maus der Bewohner, wird eine bereitgestellte Möhre schnell verzehrt.

Ob die Gänge unterhalb des Gartens tatsächlich von einem Maulwurf oder von einer Wühlmaus bewohnt werden, kann mit der Verwühlprobe festgestellt werden. Hierbei sollten die Gänge an mehreren Stellen im Garten auf eine Länge von ungefähr 30 Zentimetern freigelegt werden. Sind diese nach wenigen Stunden wieder verschlossen, kann davon ausgegangen werden, dass diese von Wühlmäusen bewohnt werden. Wühlmäuse vertreiben gelingt am besten Im Frühling, bevor die Paarungszeit der Wühlmäuse einsetzt, oder im Herbst, wenn sie häufig unterwegs sind, um Vorräte für den Winter anzulegen. Wühlmäuse fangen und Wühlmäuse vertreiben sind Arbeiten, die mit diversen Hilfsmitteln aus dem Fachhandel im eigenen Garten einfach umgesetzt werden können. Es wird zwischen Lebendfallen und zwischen Fallen, die die Wühlmäuse töten, unterschieden. Mit Lebendfallen werden die Tiere lebendig gefangen und können an anderer Stelle wieder ausgesetzt werden, damit sie sich ein neues Revier suchen.

Kastenfalle

Wer Wühlmäuse vertreiben möchte, statt sie zu töten, greift auf sogenannte Kastenfallen zurück. Diese bestehen aus Holz oder Metall und verfügen an einer oder an zwei Seiten über eine Tür. Bestückt mit einem Köder, zum Beispiel frisches Obst oder Gemüse, werden diese direkt in einem Gang als Durchgangsfalle oder am Ende eines Ganges aufgestellt. In der Kastenfalle befindet sich ein Mechanismus, der die Zugänge verschließt, sobald eine Wühlmaus diese betritt. So ist diese darin eingeschlossen und kann nicht entkommen.

Wurde eine Wühlmaus gefangen, kann die Kastenfalle entnommen und die Wühlmaus damit an einem anderen Ort ausgesetzt werden. Auf diese Weise Wühlmäuse vertreiben ist zwar sehr schonend für die Tiere, da sie nicht getötet werden, aber auch sehr aufwändig. Die Falle fasst jeweils nur ein Tier und da in einem Revier mehrere Wühlmäuse leben können, muss die Prozedur sehr oft wiederholt werden.

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Andere Fallen

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Eine Standard-Mausefalle hilft gegen Hausmäuse, hat bei Wühlmäusen jedoch nur wenig Effekt.

Effektiver sind Zangenfallen, die nicht die Wühlmäuse vertreiben, sondern töten. Zangenfallen werden ebenfalls in den Gängen der Wühlmaus angebracht und mit Hilfe einer Feder gespannt. Auch hierin wird ein Köder für die Wühlmäuse angebracht, der diese anlockt. Entfernt eine Wühlmaus den Köder, schnappen die Zangen von beiden Seiten zu und töten die Wühlmaus. Die Effektivität dieser Maßnahme wird gesteigert, wenn in mehreren Gängen mehrere Zangenfallen angebracht werden. Die Tötung einer Wühlmaus mit einer Zangenfalle geht schnell, ist jedoch auch sehr aufwändig, da mehrere Fallen angebracht und regelmäßig kontrolliert werden müssen. Auch ist es nicht Jedermanns Sache, getötete Wühlmäuse in der Hand zu halten.

Eine etwas andere Variante der Zangenfalle ist die Drahtfalle. Diese wird ebenfalls in den Gängen angebracht und wenn die Maus den Köder entnimmt, ziehen sich die Drähte zusammen und die Maus ist gefangen.

Die Topcat-Falle stellt eine geschlossene Röhre dar, in die die Mäuse von beiden Seiten hineinlaufen können. Sobald sie den Auslöser berühren, schnappt die Falle zu und tötet die Maus. Vorteil ist, dass der Mensch nicht mit dem Tier in Berührung kommt. Allerdings sind Topcat-Fallen inkl. Zubehör in der Anschaffung ziemlich teuer.

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Selbstschussfalle

Die letzte Variante, auf die hier hingewiesen werden soll, ist die Möglichkeit Wühlmäuse mit einer Selbstschussfalle zu töten. Diese Tötungsweise ist jedoch nur mit größter Vorsicht durchzuführen, da sich der Mensch hierbei ebenfalls verletzen kann. Basis der Falle ist ein Auslösemechanismus, der über Gas mit hohem Druck die Maus tötet. Ist die Falle in den Gang eingesetzt, so löst diese aus, sobald die Maus zum Beispiel wühlt, Erde vor sich her schiebt und damit die Falle berührt. Der hohe Gasdruck, der aus der Patrone ausströmt, zerfetzt binnen Millisekunden die Lunge der Wühlmaus und diese ist sofort tot. Das Geheimnis der Selbstschussfalle ist, dass sie in den Gang gestellt und dieser nicht wieder verschlossen wird. Da die Wühlmaus weder Sonnenlicht, noch Frischluft auf diese Weise in ihren Gängen mag, wird sie versuchen, den Gang so schnell wie möglich wieder zu verschließen. So stößt sie gegen die Falle und stirbt.

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Gift und Gase

Das Einleiten von Gasen oder die Einbringung von Giftködern sollte von einem Fachmann durchgeführt werden. Befinden sich im Garten auch Kinder oder Haustiere, ist von dem Ausbringen von Gift dringend abzuraten.