Maulwurf vertreiben oder Wühlmäuse vertreiben

Wer war's?

huegel
Zu wissen, wer für den Hügel verantwortlich ist, ist ein wichtiger Schritt zur richtigen Strategie.

Erblickt der Gärtner Erdhügel auf dem Rasen, so ist für ihn in den meisten Fällen schnell klar, dass er sich ein Maulwurf als Untermieter eingehandelt hat. Doch Hügel auf dem Rasen weisen nicht zwangsläufig auf einen Maulwurf hin. Es kann sich auch um Wühlmäuse handeln, die sich unter dem Garten ihr Reich aufbauen. Wichtig ist, genau zu erkennen, ob es sich um einen Maulwurf oder um eine Wühlmaus handelt, um geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Unterschiede sind bei genauerer Betrachtung leicht zu erkennen.

Zum einen spielt die Form der Erdhaufen eine Rolle. Die der Wühlmaus sind eher länglich und flach, die des Maulwurfs sind meist rund und etwas höher. In dem Haufen der Wühlmäuse befinden sich häufig Pflanzenreste, was auf den Pflanzenfresser der beiden möglichen Bewohner hindeutet.

Als drittes spielt die Position des Haufens eine Rolle. Wühlmäuse werfen das Aushubmaterial neben ihre Gänge, bei den Maulwürfen endet ein unterirdischer Gang direkt unter einem Erdhügel, da er diese auch zur Belüftung seiner Gänge benutzt.

Maulwurf vertreiben oder Wühlmäuse vertreiben – Der Unterschied macht's

Eine große Zahl an Erdhügeln im eigenen Garten zu haben, ist sehr ärgerlich und lässt die meisten Gartenbesitzer darauf schließen, dass sich hier ein Maulwurf eingeschlichen hat. Es könnten jedoch auch Wühlmäuse sein und der Unterschied ist sehr bedeutend.

Wühlmäuse sind Schädlinge, Maulwürfe eher Nützlinge. Zusätzlich stehen Maulwürfe unter Naturschutz und dürfen nicht getötet werden, Wühlmäuse sind nicht geschützt und können auch getötet werden.

Der beste Weg ist immer, die Mitbewohner langsam zu vertreiben und nicht mit Gewalt aus dem Garten zu verjagen. Im ersten Schritt kann dies auch mit Hausmitteln geschehen. Wichtig ist, geduldig zu sein und die Prozeduren Schritt für Schritt zu wiederholen, um zum Erfolg zu gelangen.

Nicht bedroht, aber trotzdem besonders geschützt

Historische Abbildung eines Maulwurfs. Zu diesem Zeitpunkt existierte noch kein Bundesartenschutzgesetz.

Die Probleme, die Maulwürfe im Garten mit sich bringen, könnten theoretisch einfach gelöst werden, indem der Maulwurf mit Fallen bekämpft und ihm somit der Garaus gemacht wird. Doch ganz so einfach ist es nicht, denn der Maulwurf gehört zu den besonders geschützten Arten. Dies ist in Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung geregelt.

Diese Verordnung besagt, dass die darin aufgelisteten Tiere in Deutschland nicht gejagt, gefangen, verletzt oder getötet werden dürfen. Somit darf der Maulwurf im Garten nur vertrieben, aber nicht getötet werden. Wer gegen diese Bestimmung verstößt und dabei erwischt wird, den kann eine Strafe in Höhe von bis zu 50.000 Euro erhalten. Der Bestand von Maulwürfen in Deutschland ist zwar nicht gefährdet, trotzdem stehen die Tiere unter diesem besonderen Schutz.

Dies gilt übrigens für alle heimischen Säugetiere. Die Ausnahmen von der Schutzbestimmung sind in Anlange 1 der Bundeartenschutzverordnung geregelt: Zu den vom besonderen Schutz ausgenommenen Säugetieren gehören neben diversen Wühlmausarten z.B. die Hausratte und der Waschbär.

Eine Ausgewogenheit zwischen Mensch und Tier

Die Fachbezeichnung für die Vertreibung des Maulwurfs ist „vergrämen“. Hierbei wird der Maulwurf durch ökologisch verträgliche Mittel dazu bewogen, sein Revier zu verlassen und umzusiedeln. Dieser Prozess kann mitunter sehr langwierig sein und viel Geduld bedürfen.

Einfacher ist es, mit dem Problem der Wühlmäuse im Garten fertig zu werden. Diese sind nicht geschützt, wodurch sie gefangen und auch mit Fallen getötet werden dürfen. Maulwürfe und Wühlmäuse vertreiben bzw. jagen also kann auf verschiedene Arten geschehen.

Es gibt jedoch einige Methoden, die sich sowohl für die Vertreibung von Maulwürfen als auch von Wühlmäusen eignen. Dazu gehören u.a. die Vergrämungsmethoden, welche mit Gerüchen arbeiten.

Kurz und knapp